Festungsmuseum Etzel Ost (A7106)

Infanterie-Felswerk mit Kommandoposten und 4 MG-Stellungen 

 

Festung Etzel Ost     Bexi AG

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Eingang (1994)

 

Das Réduit: Schweizer Verteidigungsstrategie im Zweiten Weltkrieg

Als Antwort auf die Bedrohung durch die Grossmächte schuf die Schweiz mit dem Réduit eine alpine Festung.

Gründe für das Réduit:

-    Natürlicher Schutz: Die Alpen als unüberwindbare Barriere.

-    Ressourcenbündelung: Konzentration von Truppen und Material.

-    Abschreckung: Sichtbare Verteidigungsstärke gegen Invasoren.

Ausbau (1940–1945):

-    Tausende Bunker, Stollen und Artilleriestellungen

-    Unterirdische Versorgungsnetze (Tunnel, Strassen)

-    Einbindung der Zivilbevölkerung in Verteidigungsvorbereitungen

Nachwirkungen:

-    Wahrung der Schweizer Neutralität und Identitätsstiftung

-    Wirtschaftlicher Impuls durch Bauprojekte

-    Heute: Historische Denkmäler und Museen wie das Festungsmuseum Etzel Ost

 

Die Sperrstelle St. Meinrad-Etzel SZ 2405

Die Sperrstelle SZ 2405 am Etzel war ein zentraler Verteidigungspunkt der 7. Division im Schweizer Réduit. Ihre Aufgabe: den Zugang zum Wallfahrtsort Einsiedeln und zur Linthebene zu sichern.

Umfang der Anlage:

-    Zwei Bunker (Etzelpass Ost A7104 / Etzelpass West A7105)

-    Felswerk Festung Etzel Ost A7106 (Kombinierter Kampf- und Kommandoposten)

-    Vier Unterstände (A7100–A7103)

-    Zwei Geländepanzerhindernisse

-    Beobachtungsanlage Etzel Kulm A7107 (Artillerieleitung in der Linthebene)

-    Westliche Sperrlinie mit Tankmauer, Betonhöckern und ehemals 10 Bunkern

Die Sperre wurde 1940 ins Réduit integriert und ab 1941 systematisch ausgebaut. Bis 1942 entstanden Flankieranlagen im Raum Etzel West.

 

Bau und Nutzung der Anlage Etzel Ost

Errichtung (1941–1942):

-    Zweck: Kombinierter Kommandoposten des Infanterie Regiments 33 und 4 MG-Stellung (4 Kasematten)

-    Kapazität: 120 Soldaten

-    Bauzeit: 8 Monate (30.09.1941 – 31.05.1942)

Nutzungsphasen:

-    1942–1945: Aktiver Frontstützpunkt der 7. Division

-     1948–1977: Kommandoposten des Füsilier Bataillons 179

-     1978–1989: Übungsanlage der Réduit Brigade 24

-     1993: Ausserbetriebnahme – Entfernung von Waffen und Ausrüstung

-     1994: Verkauf an Privatperson (Nutzung als Lager) Siehe Bericht im Beobachter vom 29. Mai 1992

-     2004: Einstufung als militärisches Denkmal von nationaler Bedeutung. Siehe Militärische Denkmäler in den Kantonen Uri, Schwyz und Zug (Seiten 14/15 + 20/21)

-     2019: Eröffnung als öffentliches Museum unter der Bexi AG

 

Das Museum heute

Die Festung Etzel Ost wurde seit 2013 schrittweise renoviert und ist seit 2019 als Museum zugänglich. Besucher erkunden:

-    MG-Stellungen und den Kommandoposten

-    Historische Infrastruktur (Unterkünfte, Lüftungssysteme)

-    Ausstellungen zur Réduit-Strategie und Alltagsgeschichte

Die Anlage verbindet museale Präsentation mit authentisch erhaltener Bausubstanz – ein Zeitzeugnis des Réduit-Erbes.

 

Öffnungszeiten und Führungen: siehe Besucherinfo

 

 

 

Weitere Informationen:

 

Besucherinfo

 

Auftrag und Mittel

 

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